Titel: Ultio Mortuae
Inhalt:
Charaktere: Dean, Sam, Robin
Pairings: ganz leicht Sam/Robin
Teile: 0/? (noch nicht abgeschlossen)
Genre: Mystery, Horror
Altersfreigabe: Ich denke, 15 müsste reichen.
Date: 08/2008
Disclaimer: Die Rechte an den Charakteren gehören einem gewissen Eric K. aus Amerika...
mir gehört lediglich die Geschichte und die Idee :)
Copyright: by Shay
«Das sieht ja gar nicht mal so schlecht aus», stellte Dean fest, während er aus dem Impala stieg und seine Reisetasche vom Rücksitz nahm.
Sam musste ihm Recht geben. Er hatte schon viele Motels in seinem Le-ben gesehen und das "Salinsburg Inn" gehörte definitiv zu den Besseren. Er packte ebenfalls seine Tasche und folgte Dean dann zum Eingang des Motels.
«Guten Abend, ein Zimmer für zwei?» fragte die junge Frau am Empfang noch ehe einer der Brüder etwas sagen konnte.
«Ja, für zwei Nächte. Wir wissen noch nicht, wie lange wir bleiben werden.»
Die Rothaarige schaute kurz auf den Computerbildschirm vor sich, klickte zwei Mal und lächelte ihre Gäste dann an.
«Das dürfte kein Problem sein, es sind für die nächste Zeit keine Reservierungen vorhanden. Sie können also bleiben, so lange sie wollen.»
Sam erwiderte das Lächeln des Mädchens. Erwiderte ihr hübsches Lächeln, wie ihm auffiel.
«Das ist sehr gut», sagte er, «Bezahlen wir im Voraus?»
«Ja, zumindest für die zwei Nächte. Danach können wir schauen, wie wir es weiter handhaben. Je nach-dem, wie lange Sie mich beehren wollen», zwinkerte sie. Mehr in Sams Richtung als in Deans. Dieser räus-perte sich.
«Sie nehmen Kreditkarten, nehme ich an?» v«Natürlich.»
Dean zog sein Portemonnaie aus seiner hinteren Hosentasche, nahm eine seiner MasterCards heraus und reichte sie der Rothaarigen. Die junge Frau zog die Karte durch einen Kartenleser.
Das war der Moment, in dem Sam und Dean jedes Mal unbeabsichtigt die Luft anhielten. Denn die Karten waren gefälscht, bzw. auf Menschen ausgeschrieben, die es nicht gab. Eine Möglichkeit, sich ich ihrem Job, ohne richtiges Einkommen, über Wasser zu halten. Dean hatte diese Methode von ihrem Vater über-nommen und konnte sich gar nicht mehr daran erinnern, wann er das letzte Mal mit seinem richtigen Na-men irgendwo eingecheckt hatte.
Dann piepte das Gerät, die beiden Brüder atmeten erleichtert aus. Die Frau gab Dean die Karte zurück, drehte sich um und nahm einen der Schlüssel vom großen Board hinter ihr an der Wand.
«Vielen Dank, Mr. Kaysen. Ihr Zimmer hat Nummer 27, den Gang dort entlang und dann nach der zweiten Verbindungstür auf der rechten Seite. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Aufenthalt. Und wenn immer Sie etwas brauchen, fragen Sie mich.»
Wieder eine Anmerkung, die eher an Sam ging. Dean zuckte mit den Schultern, dann nickte er Sam kurz zu, der seine Tasche schulterte und seinem Bruder in die gezeigte Richtung folgte.
«Gut, wir haben also Pärchenmorde?»
Dean schmiss sich auf sein Bett, legte die Füße hoch und ließ seine Bierflasche aufpoppen. Sam, der ihm gegenüber am Tisch und somit der einzigen Ablagemöglichkeit des doch sehr spärlich eingerichteten Zim-mers saß, nickte kurz, während er seine Augen über das Display seines Laptops wandern ließ.
«Bisher zwei. Lane und Michael Mitchell, Kathy und Doug Penhall.»
«Und keine erkennbaren Zusammenhänge?»
«Nein», erwiderte Sam, während er einen weiteren Blick auf seine Aufzeichnungen warf, «im Moment noch nicht. Zumindest wurden die beiden Paare von der Presse nicht in Verbindung gebracht. Die einzige Gemeinsamkeit bei den Morden war die Tatsache, dass kurz, bevor es passierte, für einige Minuten der Strom ausfiel. Und das nicht nur im Haus der Opfer, sondern auch in der unmittelbaren Nachbarschaft.»
«Und einen elektrischen Defekt können wir ausschließen, richtig?»
Sam nickte leicht.
«Dann haben wir es entweder mit einem Mörder mit Elektrik-Kenntnissen zu tun oder aber...»
«...einem sehr starken und wütendem Geist, genau.»
«Dann sehen wir uns die Häuser wohl mal selber an», sagte Dean und schwang sich vom Bett hoch, «und zwar so schnell wie möglich. Wann genau sind die Morde passiert?»
Sam stand ebenfalls auf und warf seinem Bruder die Schlüssel des Impalas zu.
«Der erste war vor einer Woche, der zweite zwei Nächte später. Eine Nacht vor und eine Nacht nach Voll-mond», erzählte er, während er seine Jacke anzog.
«Also könnte es sich um Ritualmorde handeln? Oder etwas ähnliches in der Art.»
«Ja, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass es sich um etwas anderes handelt.»
«Dann wollen wir doch mal schauen, ob wir nicht noch etwas finden können, was die liebe Polizei überse-hen hat.»