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Titel: The Revenge
Inhalt: Sie hatte nur einen Gedanken, der sie erfüllte: Rache. An Ihnen. An Allen. Ein Engel auf dem Weg, alles zu beenden...
Charaktere: Willow, Buffy, Xander, Oz, Angel(us)
Pairings: Willow/Angel(us)
Teile: 1/6
Genre: Horror, Drama
Altersfreigabe: Ich denke, 15 müsste reichen.
Date: 09/2002
Disclaimer: Die Rechte an den Charakteren gehören einem gewissen Joss W. aus Amerika...
                    mir gehört lediglich die Geschichte und die Idee :)
Kommentar: Ja, keine Ahnung...es ist einfach so passiert ;))
Copyright: by Shay


Langsam verschluckte die Dunkelheit den letzten Sonnenstrahl, legte sich wie ein schwarzes Tuch über die kalifornische Kleinstadt. Sunnydale versank in Finsternis, alle Lichter verloschen allmählich.
Genau zu dieser Zeit wurde sie munter. Nichts liebte sie mehr als die Nacht. Dunkel, ruhig und so nahrhaft.
Sie grinste leicht. Ja, das war wohl das Beste an der Nacht: sie bekam endlich etwas zu Essen. Ihr Magen knurrte schon seit Stunden. Langsam stand sie auf, ging zu ihrem Schrank, um sich umzuziehen. In diesem Moment schwang die Tür ihrer Villa auf und eine dunkle Gestalt betrat den Raum.
„Du liebst diese dramatischen Auftritte, was ?!“ fragte sie auch nur eine Sekunde aufzusehen.
„Nein...aber du.“
Die Gestalt kam auf sie zu, zog sie grob auf die Beine und sah sie grinsend an.
„Okay, da könntest du recht haben.“
Sie griff ihrem Gegenüber in die Haare, zog ihn an sich, sah ihn funkelnd an. Im nächsten Moment stieß sie ihm grob ihre Zunge in den Mund. Er erwiderte ihrem Kuss innig, biss ihr auf die Zunge.
„Hey, das tat weh...“, sie lächelte ihn dämonisch an, „Darauf steh ich.“
Sie gab ihm einen weiteren wilden Kuss, spürte seine Zähne wieder in ihrer Zunge. Dann löste sie sich langsam von ihm, widmete sich wieder ihrem Schrank.
„Heute ist dein großer Tag, was ?!“ fragte er hinter ihr. Dann legte er seine Hände um ihren Bauch und leckte genüsslich über ihren Hals.
„Ja, heute sind sie fällig, alle.“
Wieder funkelten ihre Augen auf.
„Es wird bestimmt lustig. Ich freue mich schon darauf, dir dabei zuzusehen, wie du ihnen eine Lektion erteilst.“
Seine Zunge wanderte hungrig zu ihren Lippen, küsste sie gierig. Dabei drückte er sie gegen die Wand, leckte langsam zu ihrem Ohr.
„So was macht mich immer so....“, er knurrte leise, „scharf...“
Sie konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.
„Ach wirklich ?“
Er knabberte ab ihrem Ohrläppchen, ließ dabei seine Hand über ihren Bauch weiter nach unten streichen.
„Oh ja...und wie...“

Er presste ihre Handgelenke über ihrem Kopf zusammen und hielt sie mit einer Hand fest, während die andere langsam ihren Weg nach unten fand. Sie schloss die Augen, spürte, wie seine Eckzähne sich in ihren Hals gruben. Seine Hand strich über ihren Oberschenkel, wanderte zielstrebig höher. Während er zu trinken begann, übte seine Hand leichten Druck auf ihren Schritt aus.
Sie knurrte leise auf, presste ihren Unterleib gegen seine Finger. Er trank schneller, ließ seine Hand im Rhythmus mitgehen. Ihr Knurren wurde lauter, vertiefte sich. Er löste sich von ihrem Hals, leckte sich wieder zu ihren Lippen. Verlangend biss sie ihm auf die Unterlippe, forderte seine Zunge.
Im nächsten Moment ließ er von ihr ab. Sie sackte leicht zusammen und warf ihm einen bösen Blick zu, den er allerdings mit einem fiesen Grinsen erwiderte. Sie knurrte leise, was sein Grinsen nur breiter werden ließ.
„Es ist schon spät, vielleicht sollten wir uns langsam auf den Weg machen.“
„Du....Mistkerl...“, entfuhr es ihr.
„Was denn? Willst du sie nun fertig machen oder nicht? Es ist wirklich schon spät, zieh dich lieber um.“
Er ließ sich in einen Sessel fallen, sah sie aber weiterhin an. Das Blitzen in seinen Augen machte sie fast rasend. Wieder entrang ihrer Kehle ein tiefes Knurren. Doch dann stand sie auf und begann, sich anzuziehen.


Zur gleichen Zeit machte sich auch Buffy Summers am anderen Ende der Stadt für die Nacht bereit. Wie jeden Abend packte sie Pflöcke, Flaschen mit Weihwasser und Kreuze in ihre große Trainingstasche, die sie mittlerweile nur noch für ihre Waffen gebrauchte. Seufzend sah sie sich um, prüfte, ob sie auch nichts vergessen hatte.
„Weihwasser...Kreuze...Knoblauch...Pflöcke...“, zahlte sie leise auf und ging im Kopf noch einmal ihre Route für diese Nacht durch. Erst der Südfriedhof, der Weatherly Park, das Gelände der UC Sunnydale und zum Abschluss noch einmal über die Drillingsfriedhöfe. Diese hießen so, das es eigentlich drei Friedhöfe, die allerdings durch Tore mit einander verbunden waren. Gerade dort hielten sich meist eine Menge Vampire auf. Irgendwas zog sie da anscheinend magisch hin. sie wusste selber nicht, was es war, aber das war auch egal, es änderte nichts daran, dass der Dreier immer ihre Patrouille beendete.
Buffy warf sich eine Jacke über, griff sich die Tasche und machte sich auf den Weg. Sollte sie Giles vielleicht doch mitnehmen?
Ihr Wächter hatte gestern schon gesagt, dass er sie begleiten wolle, doch sie hatte sich dagegen gesträubt. Auch wenn er einer der besten Wächter der Welt war, war er doch schon etwas älter und somit ein leichtes Ziel für Untote war. Und sie wollte nicht, dass ihm etwas passierte. Es reicht schon, dass sie...
Buffy schluckte bei dem Gedanken daran.
...dass sie Willow nicht hatte retten können. Auch sie war eines Nachts mit gekommen, um ihre Freundin zu unterstützen. Sie war eine Hexe, und eine gute noch dazu. Doch selbst das hatte den Dämon nicht davon abgehalten, sie zu töten. Ein Blick und Will war tot zusammen gebrochen. Alle Schutzzauber und Formeln waren umsonst gewesen. Er hatte sie nur angesehen und sie war gestorben. Buffy hatte ihren Tod nie richtig verkraftet, war vor Schmerz fast selbst umgekommen. Doch mit der Zeit hatte sie sich wieder in den Griff bekommen. Sie hatte ihre Bestimmung wieder anerkannt und weiter gekämpft. Doch sie kämpfte nachts nicht mehr gegen Vampire, sondern gegen ihre Schuldgefühle und der Schmerz in ihrem Inneren. Jeder Vampir, jeder Dämon, den sie erledigte, gab ihr ein Stück von sich selber wieder, doch sie würde niemals wieder sie selbst sein. Ein Teil ihres Lebens fehlte, ein Stück ihrer selbst.
Buffy ballte ihre Hände zu Fäusten, schluckte ihre Tränen runter.
„Will“, flüsterte sie, „Für dich.“
Entschlossen verließ sie das Haus und machte sich auf den Weg, ihrer Berufung zu entsprechen.

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