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    Rezensionen Rezi: Quickies

    Quickies: 2 Sterne Edition

    Quickies - 2 Sterne Edition


    Quickies – das sind die Kurzrezensionen auf dem sas.verse. In dieser Kategorie finden sich Bücher, zu denen ich einfach nicht genug Gedanken und Gefühle habe, als dass sie für einen eigenen Post reichen würden // Heute stelle ich euch drei Bücher vor, die von mir nur 2 Sterne bekommen haben – was äußerst selten passiert.


    Hallo ihr Lieben,

    ich habe ein Problem: ich tue mich äußerst schwer damit, Bücher abzubrechen. Wenn auch nur ein minimaler Funke da ist, lese ich den Roman zu Ende. Egal, wie schlecht er ist. Und genauso schwer fällt es mir, Bücher mit weniger als 3 Sternen zu bewerten. Es passiert wirklich äußerst selten, dass ich auf die 2 oder gar 1 klicke…

    Dieses Jahr hat es von aktuell 48 Büchern nur zwei getroffen. Sechsmal gab es noch einen halben Punkt dazu, allerdings mit der Tendenz nach unten. Drei dieser Bücher möchte ich euch heute kurz vorstellen. In einer „Flop Edition“ der Quickies.



    Ole Albers - Alstervergnügen

    Cover © 2008 Ole Albers | Selfpublished
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    » Was passiert

    Wenn man Sven mit einem Wort beschreiben müsste, würde einem wohl als erstes „Nerd“ in den Sinn kommen: Computerfreak, mehr On- als Offline und mit starken Defiziten, was die soziale Kompetenz angeht. Wenn er denn mal den Mund aufmacht, so schafft er es zielgerichtet möglichst die Worte zu wählen, die zu einer maximalen Katastrophe führen.
    Doch so schlimm wie dieses Mal war es bisher nie: Sven gerät zwischen die Fronten von Polizei und organisierter Kriminalität und jeder seiner Versuche das Problem hinzubiegen macht alles nur noch schlimmer. Und dann ist da auch noch Jule, die Sven gerade erst kennen und lieben gelernt hat, und deren Leben nur er retten kann.

    Auch wenn Sven der offizielle Hauptdarsteller von Alstervergnügen ist: Der eigentliche Star der Geschichte ist die Stadt Hamburg und ihre liebenswerten Einwohner.

    © 2008 Ole Albers



    » Was ich denke

    Alstervergnügen habe ich mir aus ziemlich genau drei Gründen gekauft: es war günstig, der Inhalt klang vielversprechend und es spielt in Hamburg! Ich habe es im Allgemeinen nicht so mit lokalen Romanen – vermutlich, weil ich die Städte meist nicht kenne und daher auch keinen Bezug dazu aufbauen kann -, aber Hamburg ist die Stadt, in der ich die Hälfte des Tags verbringe. Ich gehe sogar so weit, zu behaupten, dass Hamburg so etwas wie meine zweite Heimat ist. Zumindest ein Stück weit 😉

    Das war also der ausschlaggebende Punkt, warum das Buch seinen Weg zu mir fand. Und im Nachhinein betrachtet auch fast der einzige Punkt, der den Kauf gerechtfertigt hat. Dabei fing alles so gut an…
    Sven ist ein Nerd, der von einer kuriosen Situation in die nächste tapst. Da wird er vor einem angeblichen Selbstmord gerettet, den er nie begehen wollte, gerät mit einem stadtbekannten Kriminellen aneinander und plötzlich ist zudem auch noch die Polizei hinter ihm her. Er hastet durch die Stadt, um das Leben seiner großen Liebe (die er gerade einmal ein paar Stunden kennt) zu retten und stürzt von Absurdität zu Absurdität.

    Und eine Zeit lang war das auch sehr unterhaltsam und hat mich zum Lachen gebracht; je weiter die Geschichte jedoch fortschritt, desto anstrengender wurde das Lesen. Svens Abenteuer wurden – für meinen Geschmack – einfach zu absurd, unrealistisch und übertrieben. Mir ist durchaus bewusst, dass Alstervergnügen nicht als hochwertige Literatur angelegt ist, viel mehr unterhalten soll, aber ich hatte irgendwann einfach keinen Spaß mehr.

    Was mir eben diesen auch ein wenig verdorben hat, sind die vielen Rechtschreibfehler, die sich im Buch tummeln. Ich mag da kleinlich sein, aber ich kann einfach über eine gewisse Menge nicht einfach so hinweg sehen und stolpere beim Lesen darüber. Davon mal abgesehen fand ich den Schreibstil aber in Ordnung; er ist locker und der rasanten Story entsprechend schnell, wodurch sich Alstervergnügen auch sehr flüssig weglesen lässt.



    Holly B. Logan - Aluminium-Mädchen

    Cover © 2015 Holly B. Logan | Selfpublished
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    » Was passiert

    Die erfolglose Drehbuchautorin Juliet Paxton treibt in der Stadt der Engel durch ihren monotonen Alltag. Die einzigen Lichtblicke ihrer verlotterten Existenz sind voyeuristische Beobachtungen und ein Gelegenheitsjob in einer Bar. So plätschern die Tage dahin – bis sich eine junge Frau aus ihrer Vergangenheit meldet – während Los Angeles zur selben Zeit von schrecklichen Ritualmorden erschüttert wird. Schon bald gerät Juliet immer tiefer in den Sog von Amber Jones. Was weiß sie wirklich über eines der Mordopfer? Hat sie etwas mit den Morden zu tun? Und wie weit ist Juliet bereit, für ihre Liebe zu gehen?

    © 2015 Holly B. Logan



    » Was ich denke

    Ganz ehrlich, ich weiß nicht so genau, ob ich die richtigen Worte finden werde, um dieses Buch zu bewerten. Für mich hatte Aluminium-Mädchen, damals noch als „Romantic Crime Story“ verkauft, genauso wenig mit Romantik zu tun wie mit einem Thriller. Klar gibt es da den Serienmörder und irgendwie ist Juliet auch an den Berichten interessiert, aber das ist alles so flach und wenig nachvollziehbar. Man kann ihre Beweggründe gar nicht richtig greifen, aber das gilt für mich generell für den ganzen Charakter. Mir fehlt es hier an Tiefe, an Sympathie, an Kontur.

    Und auch als dann die Romantik einzieht, wird es nicht besser. Genau genommen hat es auch wenig mit Romantik zu tun, dass Juliet ihre neue Mitbewohnerin ins Bett kriegen will. Und an kaum etwas anderes denken kann. Ich fand die Entwicklung zwischen den beiden weder gut gemacht noch irgendwie nachvollziehbar. Auch als sie dann zusammen sind, konnten sie mich nicht recht überzeugen. Da wird ein wenig am Frühstückstisch rum gemacht und Zungenschläge ausgetaucht, aber für mich fühlte sich das schief an.

    Die Geschichte war auch in keinster Weise spannend oder gar fesselnd. Nach dieser Inhaltsabgabe hätte ich einen Thriller erwartet, der mich packt, unvorhergesehene Wendungen bereit hält und die Protagonistin in den Serienmörder-Fall verwickeln. Pustekuchen, Ladies, Pustekuchen. Die ganze Story plätschert nur so vor sich hin, ohne dass kaum etwas passiert.

    Ich habe das Buch Ende 2014 in einer Gratis-Aktion „gekauft“ und ganz ehrlich: ich hätte mich sehr geärgert, wenn ich 2.99€ dafür bezahlt hätte. Ich kann auch im Nachhinein nicht sagen, warum ich es zu Ende gelesen habe. Vielleicht habe ich gehofft, dass es besser, spannender und tiefgründiger wird… ihr könnt euch denken, dass ich umsonst gewartet habe. Alles im Allem war Aluminium-Mädchen also reine Zeitverschwendung.



    M. P. Anderfeldt - Nur zehn Tage

    Cover © 2014 M.P. Anderfeldt | Selfpublished
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    » Was passiert

    Es sollte der Höhepunkt ihrer Kollegstufenfahrt auf die Kanarischen Inseln werden – ein Flug zu einer neu entstanden Vulkaninsel. Doch das Flugzeug stürzt über dem Meer ab und nur einige Mädchen schaffen es, sich auf eine unbewohnte Insel zu retten. Sie rechnen damit, dass sie bald gefunden werden, doch die Hilfe lässt auf sich warten.
    Es beginnt ein Kampf ums Überleben – gegen die Natur und gegeneinander…

    © 2014 M.P. Anderfeldt



    » Was ich denke

    Das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss – in diesem Fall Nur Zehn Tage von M.P. Anderfeldt. Was jetzt nicht heißen soll, dass ich das Buch richtig gut fand (sonst würde es ja auch wohl kaum in diesem Post auftauchen), aber von den drei vorgestellten, hat mir es mir am besten gefallen.

    Eigentlich fing das Ganze ganz vielversprechend an: das Flugzeug stürzt ab und wir erleben die Situation aus Sicht von Midori, einer in Deutschland aufgewachsenen Japanerin. Kurz darauf wird sie an den Strand einer anscheinend verlassenen Insel gespült und vorerst sieht es so aus, als hätte sie als einzige überlebt. Doch dann tauchen nach und nach einige ihrer Mitschülerinnen auf, so dass es am Ende eine Gruppe von sechs Mädchen ist. Sechs Mädchen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: von der Queen Bee der Klasse bis zum Mobbing-Opfer ist alles dabei.

    Damit fängt die eigentliche Geschichte erst an, denn in Nur zehn Tage geht es um Gruppendynamik, Extremsituationen und Überlebenswillen. Und ich muss sagen, dass M. P. Anderfeldt das ziemlich gut gemacht hat. Ich konnte viele Verhaltensweisen der Mädchen nachvollziehen… aber eben nicht alle.
    Allen voran die absolute Gefühlskälte von Midori. Es wirkt, als ob ihr die ganze Situation überhaupt nichts ausmacht. Nein, sie wird sogar noch zu einer Art Superhero, besorgt Essen und behält fast durchgehend einen klaren Kopf. Ich habe kein Problem mit starken Protagonisten, aber wenn man als Teenager auf einer einsamen Insel ohne Aussicht auf Rettung strandet, hat man doch wenigstens ein bisschen Angst, oder?! Anscheinend nicht.

    Zumindest fand ich die anderen Charaktere da besser gezeichnet. Da weint auch schon mal eines der Mädchen und spielt ihre Macht aus. Wobei ich einige Szenen doch etwas arg heftig und übertrieben fand. Gut, ich kann nun schlecht nachempfinden, wie es ist, irgendwo im weiten Meer verschollen zu sein, aber ich hoffe inständig, dass die meisten Menschen ein wenig menschlicher mit der Situation umgehen als die Damen der Vulkaninsel.

    Die Sache ist, dass das Buch an sich schon spannend ist, weil man wissen will, wie es mit der Gruppe weiter geht und ob sie gerettet werden können, aber wenn man mit den Protagonisten nicht warm wird, bringt das auch nicht viel. Die Auflösung war dann letztendlich auch irgendwie sehr weit her geholt und hat mich mit Nur zehn Tage nicht versöhnen können.



    Welches war das letzte Buch, dem ihr eine schlechte Bewertung gegeben habt?
    Kennt ihr vielleicht sogar eines von diesen drei?
    Was muss ein Buch haben, damit ihr es abbrecht oder mindestens schlecht bewertet?

    sas.verse"


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    // Ein Buch, das mich mit allem überzeugen konnte: Charaktere, Geschichte, Mythologie, Schreibstil. Doch dann war da diese eine Sache, die mir den Spaß komplett und vollkommen verdorben hat! // When historian Diana Bishop opens a bewitched alchemical manuscript in Oxford’s Bodleian Library it represents an unwelcome intrusion of magic into her carefully ordinary life.

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  • 3 of a Kind
    3 of a Kind

    3 of a Kind: Dezember 2016

    „3 of a Kind“ ist ein kleines Blogprojekt auf dem sas.verse, in dem es darum geht, zu monatlich wechselnden Themen eine Top 3 zusammen zu stellen. Dabei ist es egal, ob man sich für Bücher, Serien, Filme, Schauspieler, Autoren oder sonstige medien-verwandte Subjekte entscheidet. Heute darf ich euch das Thema für den Dezember präsentieren 🙂

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    Bücher

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    Hallo ihr Lieben, bereits vor einiger Zeit habe ich mit euch ein wenig über etwas diskutiert, zu dem wohl jeder Leser etwas zu sagen hat – den SUB. Ein Thema, das für mich gerade dieses Jahr sehr präsent ist, da ich intensiv an seiner Vernichtung arbeite. Und passend dazu gibt es einen Tag, für den

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    Rezension: Heike Eva Schmidt – Schlehenherz

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    .sas.kreativ

    sas.kreativ: Flash Fictions

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